Im Frühjahr 2010 wird in Frankreich drapiert, was das Zeug hält. Kleider werden kunstvoll gerafft und gefältelt, leichte Stoffbahnen dekorativ gekreuzt, gewickelt und geknotet. Man bekommt Kleider, deren Schnitt zwischen griechischer Antike und modernem Vorhangdesigns liegt.
Die Stoffe reichen von Baumwolle bestickt und gelöchert, über Chiffon bis hin zu Tüll. Die Muster von uni über dezent geblümt bis hin zu auffälligen Farbverläufen. Der Länge der Kleider und Röcke ist lediglich durch den Boden und die Fußfreiheit eine Grenze gesetzt.
Tragen können die Kleider nur wenige Frauen. Das wichtigste ist eine aufrechte Haltung mit gehobenem Kinn. Zudem benötigt dieser Trend eine Top Figur, da die Drapés ansonsten auftragen. Eines sollten die Damen vor allem aber nicht sein. Im falschen Alter. Die gekonnte Mischung aus Abendrobe und Alltagskleide ist für die Frau Mitte dreißig ideal. Sonst läuft man leicht Gefahr, wie ein Überbleibsel der griechischen Antike oder ein spielendes Kind auszusehen, welches sich das erste Abendkleid aus den Vorhängen der elterlichen Wohnung gewickelt hat.





