Must Haves sind die Dinge, die man eigentlich nicht braucht. Die aber gleichzeitig zu schön sind, um sie nicht haben zu wollen. Seltsamerweise scheinen wir Frauen dafür wesentlich empfänglicher zu sein.

Frauen haben es nicht leicht. Jede Saison müssen wir uns zwischen mindestens zehn verschiedenen Handtaschen entscheiden, die irgendjemand zum Must Have postuliert hat. Die Stars und Sternchen der Filmbranche halten sie auf den Paparazzi-Bildern in den Zeitschriften stolz in die Kamera. Wir sehen, dass Mischa Barton, eine der Olsen-Zwillingen und Lindsay Lohan wohl den gleichen Geschmack haben, wenn es darum geht, ihre Diätpillen stylisch zu verstauen. Um auch ein bisschen vom Starfeeling abzukriegen, schröpfen wir dann im schlimmsten Fall unser Sparbuch auf, und stürmen ins nächste Luxus-Kaufhaus.

Hinzukommen Sonnenbrillen, Ringe, Schals, Jeans und nicht zu vergessen: passende Schuhe! Eigentlich sollte es bei den Kreditinstituten extra Abteilungen geben, die modesüchtigen Fashionvictims ein Darlehen gewähren. Theoretisch müssten wir unsere Garderobe zwei Mal pro Jahr komplett ausmisten und die It-Teile, die nur Eintagsfliegen waren, der Wohlfahrt spenden.

Aber manchmal geschieht ein Wunder. Da entpuppt sich der Kauf eines sogenannten Must Haves als eine Investition fürs Leben. Denn manchmal wird etwa die Handtasche zum Klassiker. Das französische Traditionshaus Hermès hat gleich zwei Klassiker zu bieten. Die Kelly-Bag, benannt nach der Hollywood-Schauspielerin und späteren Prinzessin von Monaco Grace Kelly. Und die Birkin Bag, die Hermes-Chef Jean Louis Dumas zusammen mit Jane Birkin im Flugzeug entwarf. Sind sie allerdings erst mal zum Klassiker geworden, ist es schwer, an sie heranzukommen. Auf eine handgefertigte Kelly-Bag muss man mehrere Jahre warten. Und über den Preis wollen wir lieber gar nicht reden. Da ist es vielleicht besser die Hoffnung nicht aufzugeben, unter den aktuellen Must Haves einen neuen Klassiker zu erwischen.