Premiere in Berlin. Auf der Fashion Week Berlin präsentierte das mexikanische Trend-Label JI+B seine neue Kollektion – und das zum ersten Mal außerhalb Mexikos.

Starke, intensive Farben, fließende Stoffe und Detailverliebtheit sind die Zutaten, aus denen die Designer Jesus Ibarra und Bertholdo Espinoza ihre Mode schaffen. Die Kleider der Mexikaner leuchten in Blau, Rot und Gelb. Selbst Stücke in Cremetönen erreichen eine Intensität, die man dieser Nichtfarbe gar nicht zugetraut hätte.

Die Kleider bestechen allesamt durch den spielerischen Umgang der beiden Modeschöpfer mit edlen Materialien und aufwendigen Schnitten. Wenn zum asymmetrische Formen auf leuchtend rote Seide trifft, entsteht ein bodenlanges Kleid, das am Dekolleté noch mit komplizierter Faltentechnik beginnt und in flatternden Stoffstreifen endet. Dazu sorgen die changierenden Eigenschaften von Seide für schöne Farbeffekte.

Für jeden Entwurf haben sich die beiden Designer, die als Architekten angefangen haben, etwas Besonderes ausgedacht. So werden die Schultern mit aufwändigen Bommeln betont, die an übergroße Blüten erinnern. Asymmetrie als Thema zieht sich durch die gesamte Kollektion, von einseitig freien Schultern über Rocksäume, die von Mitte der Oberschenkel in sanften Bahnen bis zum Boden herabfallen.