Spricht man von Stilikonen in der Mode, kommt man an einer Schauspielerin nicht vorbei: Audrey Hepburn. Ohne sie müssten wir heute vermutlich auf Ballerinas, 7/8-Hosen und XL-Sonnenbrillen verzichten.

Ihren Namen kann man getrost Stil gleichsetzen. Kaum eine andere Schauspielerin hatte einen so unverwechselbaren Geschmack wenn es um ihre Mode ging, wie Audrey Hepburn. Erinnern wir uns an die wohl bekannteste Szene aus Blake Edwards “Frühstück bei Tiffany”, in der sie als Holly Golightly nach einer durchfeierten Nacht vor dem Schaufenster des berühmten Juweliers Tiffany’s in New York steht und sehnsüchtig von einem besseren Leben träumt. Sie trägt ein kleines Schwarzes, dazu Perlenkette, Ballerinas und XL-Sonnenbrille. Seitdem ist das kleine Schwarze, knielang und ärmellos, nicht mehr aus der Garderobe wegzudenken. Das gilt auch für die Ballerinas, die Audrey mit Vorliebe von Salvatore Ferragamo trug. In ihrer Freizeit kombinierte sie die flachen Schuhe am liebsten zu schmal geschnittenen 7/8-Hosen. Diesen Trend lieben wir ein halbes Jahrhundert später in leicht abgewandelter Form mit Leggins immer noch.

Ihr liebster Designer war Hubert de Givenchy. Der Couturier entwarf Kostüme und Abendkleider, die ihre elfenhafte Figur besonders betonten. Im Vorwort zum Bildband “Audrey Style”, erschienen bei Schirmer/Mosel, sagt er: “Audrey war ein eigenwilliger Mensch – in der Wahl ihrer Kleider, in der Eleganz, dem Chic und der Schlichtheit, mit der sie sie trug. Auf ausgesprochen persönliche Weise schuf sie ihren eigenen Look: den ‘Hepburn-Stil’.”

Ein essentieller Teil dieses Stils ist das schlichte weiße T-Shirt, das sie mit Vorliebe zu ihren schwarzen 7/8-Hosen kombinierte. Warum wirkte an Audrey Hepburn eine schlichte schwarze Hose, ein schlichtes weißes T-Shirt so gut? Es liegt nicht nur daran, dass sie auf hervorragende Qualität achtete, die T-Shirts mussten etwa aus schwerer Baumwolle geschneidert sein. Mit dezenten Accessoires wertete sie ihre Outfits zudem auf. Nicht nur die Perlenkette, auch schlichte Halstücher, die beinahe spießig vorne geknotet wurden, machte sie zum Trend. Oft ersetzte sie einen Gürtel durch ein um die Hüften geknüpftes Tuch. Desweiteren gehörten schwingende Tellerröcke und kurzärmelige Blusen und Cardigans zu ihrer Garderobe. Aber am Wichtigsten ist, dass sie alles mit Haltung trug, mit der ihr eigenen Grazie. Und die ist leider einmalig!