Waris Dirie unterstützt afrikanische Frauen mit handgewebten Schals.
Lässig fläzt sich Waris Dirie in Unterwäsche auf der dunkelbraunen Leder-Chaiselongue. Ausnahmsweise soll nicht der top in Form gehaltene Körper des 46-jährigen Ex-Models Blickfang sein und auch nicht die Lingerie, die sie trägt. Es geht um den Schal, den die Somalierin zum Turban gewickelt trägt. Zusammen mit Mey hat Dirie eine Charity Kampagne ins Leben gerufen.
Über www.mey.de vertreibt der Unterwäsche- und Dessoushersteller die handgewebten Charity-Schals aus pflanzengefärbten Garnen, die in Äthiopien hergestellt werden. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf werden afrikanische Frauen unterstützt, die sich finanziell unabhängig machen wollen. Über Diries “Desert Flower Foundation” gelangt der Charity-Erlös an verschiedene Projekte, die nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas voran bringen sollen.
Das Model gründete die Stiftung 2002 und wollte mit dieser vor allem über weibliche Genitalverstümmlung informieren und betroffenen Frauen helfen. Dirie selbst musste als junges Mädchen diese schmerzhafte, traumatisierende und gefährliche Praxis über sich ergehen lassen. Bevor sie als Model durchstartete und für internationale Modelabels wie Chanel, Versace und Cartier auf den wichtigen Laufstegen der Welt arbeitete, hat sich die junge Frau auf einen mühevollen Weg durch die somalische Wüste und nach England gemacht.
Als Putzkraft wurde sie in einem Londoner Fastfood-Restaurant entdeckt. Ihre Autobiographie “Wüstenblume” war ein Bestseller, der 2009 verfilmt wurde.




